Soziales Kompetenztraining in der Gruppe

Kurzbeschreibung/gesetzliche Grundlage

Das Leistungsangebot ist ein soziales Gruppenangebot für straffällig gewordene jedoch noch strafunmündige Kinder. Es zielt darauf ab, das Ausüben von Straftaten und Aggressivität zu vermeiden, die sozialen Handlungskompetenzen zu erweitern und damit präventiv zu wirken. (Vermeidung zukünftiger Leistungen durch Hilfen zur Erziehung).

Die gesetzlichen Grundlagen für die Aufnahme und Leistungsübernahme ergeben sich aus dem Sozialgesetzbuch VIII § 27 in Verbindung mit § 29.

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Zielgruppe

Kinder und heranwachsende Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren, Straftaten begangen haben und aufgrund ihres Alters noch nicht strafmündig sind.

Die Kinder und Jugendlichen können folgende Auffälligkeiten im Verhalten haben:

Keine oder geringe Gruppenfähigkeit (Gefahr von Ausgrenzung)

  • Aggressionen gegenüber Mitschülern, Eltern und Pädagogen
  • Vermeidungsverhalten
  • eingeschränkte Konfliktfähigkeit
  • geringe Frustrationstoleranz und somit dissoziale Verhaltensprobleme
  • Verhaltensauffälligkeiten im schulischen Bereich bzw. schulische Probleme mit dazu

Leistungen

  • Anregung einer sozialen und emotionalen Persönlichkeitsentwicklung in Kleingruppenarbeit
  • Förderung des Sozialverhaltens im Bereich der Freizeitgestaltung, in der Schulentwicklung, der Verselbstständigung, der Alltagsbewältigung und der körperlichen Entwicklung
  • Förderung individueller Stärken und Ermutigung zur sinnvollen Freizeitgestaltung
  • Vermittlung und Gestaltung von Ferienfreizeiten unter Nutzung vorhandener Ressourcen
  • Hilfe bei der Strukturierung des Tages- und Wochenablaufes im Lebensfeld des Kindes oder Jugendlichen, z.B. mit Freunden, Sportvereinen
  • methodische Arbeit mit der Herkunftsfamilie nach dem systemischen Ansatz
  • intensive Gruppenarbeit zu Themen wie Wahrnehmung, Kommunikation, Konfliktlösung, Familien, Freunde, Lebensperspektiven – Interessen, Neigungen, Schulbildung

Ziele

Die Ziele ergeben sich aus den Konfliktlagen, Problemfeldern und den Bedürfnissen der Teilnehmer (situativer Ansatz). Einzelziele aus folgenden Globalzielen werden abgeleitet:

  • Förderung der Kooperationsbereitschaft und Erziehung zur Konfliktbereitschaft
  • Einsicht Vermittlung bezüglich eigener und fremder Bedürfnisse
  • Beziehungsgefüge verdeutlichen/Strukturen und Beziehungen aufzeigen,
  • Erlernen von Toleranz, Kommunikationsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen
  • Vermittlung/Entwicklung von Sozialkompetenz.
  • Entwicklung von Problembewusstsein und Konfliktlösungsstrategien
  • Planungsfähigkeit und aktive Zukunftsgestaltung fördern
  • Entscheidungskompetenzen stärken
  • Erlernen von sozialen Verhaltensweisen und alternativen Handlungsstrategien
  • Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbständigkeit

Rahmenbedingungen

  • zwei Trainer (zwei Sozialpädagoginnen mit Zusatzqualifikation Mediatorin/Konfliktberaterin)
  • Der Kurs findet über einen Zeitraum von 3 Monaten statt, genutzt werden die Räumlichkeiten und Grundstücke der AWO Vielfalt MSE und der AWO Demmin, vorrangig im Altkreis Demmin
  • Gruppenstärke von vier bis sechs Teilnehmern

Kontakt

Kinder- und Jugendhilfestation Stavenhagen

Telefon: 039954/ 270357
E-Mail:

Ansprechpartner: Frau Wiechmann